Weißer Spargel


Weißer Spargel hat in Deutschland meist zwischen März und Juni Saison. Das Gemüse erfreut sich auch großer Beliebtheit und manch ein Spargelfreund greift außerhalb der Saison in der Not auch zu tiefgekühlten Spargel oder Stangen aus anderen Anbaugebieten.

Mehr als 20.000 Hektar Spargelanbaugebiet gibt es in Deutschland. 80 Prozent des im Land verzehrten Spargels stammt auch aus heimatlichem Anbau.
Wann beginnt die Spargelsaison

Spargel Inhaltsstoffe und Kalorien

Spargel enthält durchschnittlich 2,26 Prozent Proteine, 0,31 Prozent Fett, 0,47 Prozent Kohlenhydrate, 2,80 Prozent sonstige stickstofffreie Substanzen, 1,54 Prozent Cellulose, 0,57 Prozent Phosphor und 92,04 Prozent Wasser. Aufgrund der enthaltenen Asparaginsäure und seines hohen Kalium-Gehalts wirkt er harntreibend.

Wären da nur nicht die Beilagen und Saucen, Spargel selbst hat nämlich kaum Kalorien: Gerade einmal 20 Kalorien pro 100 Gramm.

Die wichtigsten Spargelanbaugebiete

Die wichtigsten Spargelanbaugebiete liegen quer über das Land verteilt. In Sachsen wird Spargel in Kyhna angebaut, in Hessen wächst Spargel insbesondere in der südhessischen Sandbodenregion rund um Weiterstadt, Griesheim, Pfungstadt und westlich von Darmstadt. Und natürlich auch in der nordbadischen Hardtregion, hier liegt schließlich in Bruchsal der größte Spargelmarkt Europas.

Außerhalb von Deutschland erfreut sich Spargel insbesondere in Frankreich große Beliebtheit. Ein Anbaugebiet liegt aber u.a. auch in Peru (Trujillo), hier kommt häufig mitten im Winter das weiße Gemüse her. Aber auch in Südafrika (Ficksburg), Taiwan, Griechenland und Spanien wachsen die Stangen.

Verwendung von Spargel in der Küche

Spargel gilt als sehr empfindliches Gemüse und sollte daher von Ernte bis zur Zubereitung sorgsam behandelt werden. Aber keine Angst, so schlimm wie bei rohen Eiern ist es dann doch nicht. Kauft man frischen Spargel, denn man leider nicht am gleichen Tag verzerren kann, dann kann man diesen in ein feuchtes Küchentuch gewickelt im Kühlschrank gut aufheben. Zwei bis drei Tage Lagerung sind meist kein Problem.
Anleitung Spargel kochen

Spargel einfrieren

Geschälter Spargel und auch bereits gekochter Spargel lassen sich problemlos einfrieren. So lässt sich das Gemüse auch außerhalb der Saison genießen. Die geschmackliche Qualität leidet ein wenig. Wichtig ist, denn Spargel vor dem Einfrieren fertig zu putzen und zu schälen, nach dem auftauen ist das nicht mehr möglich. Kann man Spargel einfrieren?

Spargelrezepte und Varianten

Klassisch wird Spargel mit gekochten jungen Kartoffeln, zerlassener Butter, Sauce Hollandaise (eine Buttersauce mit Ei) oder Mayonnaise und Schinken serviert. In der Region um den Niederrhein wird Spargel auch mit zerlassener Butter und Rührei gegessen, in der Mark Brandenburg mit in Butter gerösteten Semmelbröseln. Als Variante wird zum Spargel auch ein gebratenes Kalbsschnitzel gereicht. Spargel schmeckt allgemein auch gut als Beilage zu Fisch und feinen Fleischsorten.

In Baden serviert man Spargel mit Flädle oder Kratzete (Schmarrn) und gekochtem Schinken. Rund um Nürnberg wird der Spargel meist in der Form von Spargelsalat aus den ganzen, gekochten Stangen mit groben, fränkischen Bratwürsten oder kleinen Nürnberger Bratwürsten gereicht.
In Südtirol ist Bozener Sauce, eine Art Mayonnaise aus gekochten Eiern üblich. In einigen Regionen Schleswig Holsteins wird Spargel auch mit süßen Pellkartoffeln gegessen. Diese Pellkartoffeln sind fertig gekocht und geschält nochmal in einer Pfanne mit Butter und Zucker angebraten. Dazu Würfelschinken und Sauce Hollandaise.

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